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Die Tage verstrichen nur ganz langsam aber langsam spielte sich wieder Alltag in das Leben der Familie Kaulitz ein und auch bei allen, die mit dem Leben zu tun hatten. Bill ging es von Tag zu Tag besser, auch wenn sich das nicht dadurch äußerte, dass er wieder mit allen Sprach. Er war immer noch sehr verschlossen gegenüber allen, hatte nicht weiter darüber geredet, was vor ein paar Tagen passiert ist. Immer und immer wieder hatten die anderen versucht, ihn zum reden zu bringen, doch es half nichts. Auch wenn man mal nebenbei das Thema einfließen lies, half es nichts. Er blockte dann einfach ab, sein Blick wurde glasig und er versteifte sich, saß dann einfach nur noch da und machte keinen Mucks mehr. Es sah dann immer so aus, als tauche er in eine ganz andre Welt. In seine kleine, heile Welt in der niemand anders mit hinein durfte, nicht mal Kristin. Sie machte sich immer noch Sorgen um ihn, doch sie merkte, dass er nicht mehr so traurig war, ging auch wieder raus. Er war sogar mal wieder Einkaufen gewesen und er hatte gestrahlt. Aber dann gab es auch wieder Momente, in denen erkannte sie ihren Freund einfach nicht mehr wieder. Dann war es nicht ihr Freund, dann war es nicht der, den sie liebte. Dann war er hart und abweisend, wollte keinen Menschen mehr sehen, lies die Zicke raushängen und schloss sich in seinem Zimmer ein. nach ein paar Stunden kam er dann wieder raus und entschuldigte sich wieder bei ihr. Er wüsste selbst nicht was in ihn gefahren ist und es tut ihm auch Leid. Aber er könne im Moment einfach nicht anders. Das diese ganze Situation auch Kristin belastete, merkte er anscheinend nicht ... es zerfraß sie innerlich richtig dass sie nicht wusste, was mit ihrem Freund war. Sie verstand ihn nicht. Liebte er sie nicht mehr oder warum kann er nicht einfach mit ihr offen reden? Sie würde es verstehen, egal was es ist ... da war sie sich sicher ... dachte sie jedenfalls ...
Es war Freitag Abend ... draußen war alles schon dunkel. Es hatte den ganzen Tag geregnet und dicke Wolken hangen über den Himmel. Kristin und Bill hatten sich einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa gemacht, Tee getrunken, filme Geschaut und ein wenig gekuschelt. Sie waren sich wieder ganz nahe. Kristin lag mit ihrem Kopf auf Bills Brust. Bei jedem Atemzug konnte sie spüren, wie sich sein Brustkorb hob und wieder senkte. Sie konnte sein Herz laut schlagen hören ... sein Herz. Sein Herz von dem sie dachte, es würde nur für sie schlagen. Sein Herz das ihr so heilig war. Sein Herz dass nie gebrochen werden sollte. Aber war es vielleicht schon gebrochen? War das, was Bill so belastete, etwas viel tiefgründigeres? Etwas, was ihn bis tief ins Herz verfolgte und er es deswegen nicht aussprechen konnte? Früher hatte er ihr alles gesagt, all seine Geheimnisse, alle Geschehnisse. All seine Ängste aber auch seine Wünsche und Träume. Er hatte sein Herz immer für sie geöffnet und auch sie konnte sich bei ihm ausheulen, er war immer für sie da, aber schon seit längerer Zeit merkte sie, dass sein Herz sich immer und mehr verschloss, verschloss vor ihr, verschloss vor allen. Ja, er zeigte noch Gefühle. zeigte Freud und zeigte Leid, aber sonst nichts. Doch Bill war auch ein guter Schauspieler, er verstellte sich vor allen, lies keinen an sich ran, lies keinen an seinen wahren Sorgen und Problemen teilhaben, tat so, als gäbe es keine Probleme. Keiner wusste mehr genau was er dachte, aber wie sollten sie sich sorgen um ihn machen, wenn keiner wusste, dass es ihm nicht gut geht, dass ihn irgendwas belastete. Jetzt im Nachhinein wurde Kristin das alles so klar. Verschiedene Situationen traten ihr wieder vor Augen. Situationen in denen sie doch eigentlich hätte merken müssen, das irgendwas nicht stimmt. Aber dafür war es jetzt zu spät. Musste es denn wirklich erst so weit kommen bis sie sah, was mit ihm los war? Musste er dieser Zusammenbruch sein? Sie fühlte sich so schlecht. Wie musste sich Bill bloß gefühlt haben. Alleine. Verlassen. Er musste sich schrecklich gefühlt haben, als er gemerkt hatte, dass keiner sich richtig um ihn gekümmerte, keiner sich so richtig mit ihm befasste. Doch was mit das schlimmste an dieser Situation war ist, dass nicht mal Tom etwas gemerkt hatte. Nein, falsch ... Tom hatte etwas gemerkt. Er hatte gemerkt, wie sich sein Zwilling immer weiter verschloss, sich mehr und mehr zurückzog. Ihn nicht mehr an sich ranließ. So etwas gab es noch nie. Sie konnten immer über alles gemeinsam reden, jedes ihrer Probleme wusste der andre, doch all das gab es schon seit längerem nicht mehr. Schon seit mindestens vier Monaten. Es hatte alles damit anfangen, dass Bill einfach immer schlechter drauf wurde, nicht mehr mit Tom reden wollte, nicht mehr weg gehen wollte, nicht mal in sein Zimmer durfte Tom rein. Es kam ihm oftmals so vor, als würde Bill Tom nicht in seiner Nähe haben wollen. Er verstand das alles damals nicht. Ist immer wieder auf Bill eingedrungen, doch nach jedem Streit wurde die Spannung stärker zwischen den beiden, und irgendwann hatte auch Tom keine Lust mehr. Dann lernte Tom Lena kennen und die Stimmung erreichte ihren Nullpunkt. Tom verstand nur noch Bahnhof. Alle verstanden sich blendend mit Lena, nur Bill nicht. Er konnte sie von Anfang an nicht so richtig ausstehen, doch dann als er mit Kristin zusammen kam, wendete sich das Blatt ein wenig. Er machte gute Miene zum Bösen spiel, ging mit auf Doppel Dates und war einfach froh, Kristin zu haben. Aber es kamen immer öfter Tage, an denen Bill es nicht mehr aushielt. Er konnte nicht sehen, wie Lena in Toms Arm hing und ihm schöne Augen machte. Tom war doch noch so frisch in Sachen Liebe. Er war noch nie richtig verliebt und jetzt ist er es in die falsche. Bill hatte keinen von seinen Ahnungen und Vorwürfen erzählt, wusste, dass ihn keiner verstehen würde ...
Kristin und Bill lagen immer noch auf dem Sofa. Bill strich geistesabwesend durch Kristins Haar und diese lag auf seiner Brust. Beide dachten nach .... doch auch beide kamen zu keinem richtigen Ergebnis. Bill warf einen Blick nach draußen und setzte sich ein wenig auf. „Hey Krissi ... komm lass uns eine Runde rausgehen. Ich brauch jetzt mal ein wenig frische Luft und muss mir die Beine vertreten ...“ unterbrach er die seit Stunden anhaltenden Stille zwischen den Beiden. Verschlafen wischte sich Kristin über die Augen und nickte. Auch sie setzte sich auf, machte ihre Haare schnell zusammen und strecke sich erst mal. Sie zogen sich an, holten sich die Hundeleine und nahmen Scotty gleich mit. Hand in Hand schlenderten sie die dunklen Straßen Loitsches Entlang, wieder jeder in seinen Gedanken. Abwechselnd warfen sich die beiden Blicke von der Seite her zu, doch schauten dann schnell wieder weg, als sie merkten, dass der andre hersah. Nach dem sie eine Weile umhergegangen sind bogen sie nach links einen kleinen Feld weg ein, der zu einem kleinen See führte. Ihr See. Und es war wirklich Ihr See. Sie hatten hier schon so viele schöne Stunden zusammen verbracht, coole Beachparties mit Freunden gefeiert und auch hier haben sie ihr erstes mal erlebt ... es war eben einfach ihr See. Sie ließen sich nahe am Ufer auf eine Bank nieder und den Hund von der Leine. Mit starren Blick schauten sie auf den Ruhigen See. Kleine Wellen klatschen an den Rand doch sonst war es Still. Die ersten Sterne waren schon am Himmel zu sehen und es war Vollmond. „An was denkst du Schatz ...“ unterbrach Bill nach ein paar Minuten die Stille. Kristin antwortete nicht sofort. Sie atmete tief ein und aus und blickte noch ein wenig auf den See. Es sah fast so aus, als würde sie Kraft aus ihm Schöpfen. „An dich ... an uns ... daran, wie wir uns kennen gelernt haben ... was wir seit dem alles durchgemacht haben ... was wir schon alles erlebt haben ... und vor allem wie froh ich bin dich hier an meiner Seite zu haben ...“ sagte Kristin wahrheitsgetreu und wand ihren Blick vom See ab. Sie sah ihrem Freund tief in die Haselnussbraunen Augen. Der Mond beschien beide und so sah Bill noch besser aus. Sein ganzes Gesicht war wunderschön blass, seine Feinen Gesichtszüge kamen noch besser zur Geltung und seine vollen Lippen sahen mehr denn je zum Anbeißen aus. Auf diese besagten Lippen spiegelte sich nun ein leichtes Lächeln wieder, was auch Kristin zum lächeln brachte. Bill strich mit seinen großen Händen ganz sanft über Kristins Wange und gab ihr einen leichten Kuss auf ihre Nasenspitze. Das machte er immer wenn er sich freute. Er legte nun den Arm um seine Freundin und zog sie näher an sich, so das Kristin ihren Kopf an seine Schulter legte. „Und an was denkst du Bill?“ stellte Kristin nun die gleiche Frage. Auch er antwortete nicht sofort und schloss für ein paar Augenblicke die Augen, bevor er antwortete. „An vieles ... vielleicht sogar an zu vieles. An vieles, aber an nichts bestimmtes ... an nichts, was eine richtige Bedeutung hätte ...“ sagte er kurz in einem Atemzug. Kristin nickte. Solche Antworten war sie in letzter Zeit von ihm gewöhnt gewesen. Antworten, die vielleicht der Wahrheit entsprachen, aus denen sie aber keine aufschlussreiche Antwort ablesen konnte. „Bill ... du weißt ... wenn du ... wenn du re..“ begann Kristin und hob sich aus seinen Armen wieder hoch und sah ihren Geliebten an. „Ja ... ich weiß wenn ich reden will kann ich jeder Zeit zu dir kommen meine Süße. Aber ich kann im Moment einfach nicht reden. Ich selbst wüsste auch nicht über was. es ist einfach so viel ... so viel dass ich mir nichts herauspicken kann, da es zu etwas ganzen einfach nicht reicht. Wenn es so weit ist und wenn ich selbst auch sicher weiß, was es ist, wirst du die erste sein, die es erfährt, das verspreche ich dir. Egal was es ist mein Engel ... und bitte lass uns jetzt nicht wieder davon anfangen.“, beendete Bill Kristins Satz. Sie war ein wenig gekränkt, aber was sollte sie machen. sie konnte ihn zu nichts zwingen und das wollte sie auch nicht. „Ich liebe dich Engel ...“ fügte Bill noch hinzu, als er ihr enttäuschtes und trauriges Gesicht sah. Doch es klang fast wie gezwungen, mechanisch herunter gerattert. Und er sah ihr dabei nicht mal mehr in die Augen. „Ich ... ich dich auch ..“ presste sie aus den Lippen heraus. „Komm lass uns wieder gehen ... es wird langsam kalt ...“ sagte Bill nach einer halben Stunde. Bill pfiff Scotty zurück, der auch sofort angerannt kam, und zu dritt machen sie sich wieder auf den Nachhause weg. „Kristin ...?“ begann er dann kurz bevor sie beim Hause der Kaulitz ankamen. Hoffnungsvoll wand sich Kristin zu Bill um. „Ja?“ „Ich kann heute Abend nicht mit auf die Party ... bitte geh alleine mit Lena und Tom. ich fühl mich einfach nicht in Party Stimmung ...“ bat er sie, doch er wartete nicht mal, bis sie antwortete, sondern gab ihr einen kurzen, flüchtigen Kuss auf den Mund und ging an ihr vorbei aufs Haus zu. So konnte er nicht mal sehen wie eine einsame Träne ihre Wange herunterlief und auf dem Boden fiel ...