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Kristin blieb immer noch wie angewurzelt stehen. Die Worte, die er eben ausgesprochen hatte, trafen sie zutiefst. Er wollte nicht mit auf die Party seines Besten Freundes Andi. Wenn es schon so weit war, dann musste ihn wirklich etwas schweres bedrücken. Bill war jemand, der immer auf Partys mit Tom zu sehen war, OK, mit Tom war er schon ewig nicht mehr unterwegs gewesen, aber eine Party von Andi hatte er sich wirklich noch nie entgehen lassen. Kristin hörte im Hintergrund, wie eine Türe geöffnet wurde. „Kommst du ...“ hörte sie dann kurz darauf Bills vertraute Stimme. Sie atmete tief durch und versuchte ihre Stimme unter Kontrolle zu bringen. „Nein .. ich ... ich geh schnell noch eine Runde OK ... die Luft ist heute so schön ... bin bald wieder da ...“ rief sie und drehte sich dabei um und lief die Straße weiter entlang. „OK ...“ hörte sie noch Bills Antwort und schon war die Türe wieder geschlossen. Kristin konnte die Tränen nun nicht mehr aufhalten. Sie beschleunigte ihre Schritte, damit sie auch bloß niemand erkannte. Mit tausend Tränen waren ihre Wangen bedeckt, doch sie gab keinen Ton von sich. Stumme Tränen. Stumme Tränen sind bei ihr zur Gewohnheit geworden. Wie oft habe sie schon Nächte lang durchgeheult wegen Bill ... weil er sich nicht öffne, weil er sich immer mehr verschließe, sie nicht mehr an sich heran lies. Sie wusste nicht weiter, hatte alles versucht. Doch nichts half. Bill war stur. Und genau das machte sie so fertig. Hatten sie sich denn nicht mal ewige Treue und Verbundenheit, Offenheit und Liebe geschworen. Egal was war? Egal um was es ginge ... doch dieses Versprechen schien im Moment immer mehr und mehr gebrochen zu werden. Sie lief einfach ... mit schnellen Schritten die nun fast komplett dunkle Straße entlang. Es waren kaum Straßenlaternen darauf zu sehen, und so umhüllte die Nacht Kristin, doch sie hatte keine Angst. Alles war ihr in diesem Moment egal. Als sie einfach nicht mehr konnte lies sie sich auf eine Parkbank in der Nähe der Straße nieder. Sie setzte sich darauf und zog ihre Beine eng an ihren zitternden Körper. Nein, sie zitterte nicht vor Kälte oder Erschöpfung, sondern das Zittern kam von innen ... alles in ihr drinnen erzitterte, erschauderte. Ihre Seele bebte und sie wusste keinen Ausweg mehr. Wie sehr hatte sie sich auf diese Party gefreut. Endlich mal wieder etwas, was auch Bill gut tun würde. Endlich mal wieder etwas, wo sie zusammen glücklich sein konnten. Wo sie zusammen wieder als Paar auftreten konnte, ihre Zuneigung zueinander wieder vor allen repräsentieren. Zeigen, wie wichtig er für sie ist und hoffentlich auch anders rum. Aber nein, Bill kniff wieder. Er wusste doch genau dass Kristin sich so freute. Für sie war die Party ein Lichtblick. Ein Lichtblick auf die folgenden Tage. Sie dachte, dass diese Party Bills Lebensgeister wieder hervorrufen konnte und er merkte, dass es so vieles gab was ihn aufheitern konnte. Oder war er vielleicht gar nicht traurig? War er vielleicht mit der jetzigen Situation zufrieden? Wollte er dass alles so kommt, dass sie sich immer weiter entfernten? Gefiel Bill sich selbst wie er im Moment war? Tausend solcher Fragen schwirrten in ihrem Kopf umher doch sie wusste auf keine einzige eine Antwort ... auf keine. Mit ihren Armen umschlang sie sich selbst und legte ihr Kinn auf ihren Knien ab. Sie schloss die Augen und brachte ihre Atmung wieder auf Normalstatus. Auch die Tränen ließen nun nach und nach ein paar Minuten stoppten sie vollkommen. Sie wusste nicht, wie lange sie nun so da saß, einfach alles vergas und die Ruhe genoss. Nur ab und zu hörte sie ein Auto vorbei fahren, doch sonst waren weiter keine Geräusche zu hören. „Kristin? ... Kristin? Bist du hier?“ hörte sie plötzlich ihren Namen und erschrocken wand sie sich um und sah in die Richtung aus der ihr Name kam. Im ersten Moment konnte sie nichts erkennen doch dann erkannte sie endlich etwas. Lena. „Was machst du denn hier?“ wollte Kristin wissen als Lena immer näher auf sie zu kam und sich neben sie setze. „Dich suchen ...“ antwortete sie knapp und sah Kristin besorgt an. „Warum suchst du mich? Ist irgendwas passiert?“ wollte Kristin gleich aufgebracht wissen. „Nein es ist nichts passiert nur ich dachte ich suche dich lieber mal, als du nicht mit Bill zurück gekommen bist. Tom wollte wissen wo du steckst und Bill hat nur gesagt, dass du noch ein wenig spazieren alleine bist, aber als du dann nach einer halben Stunde immer noch nicht da warst, wollte Tom von Bill wissen ob ihr euch vielleicht gestritten habt aber Bill sagte nur, er habe nur gesagt, dass er heute Abend nicht mit auf Andis Party ginge und ihr euch nicht gestritten habt und das du eben nur mal ein wenig für dich alleine sein wolltest doch Tom kam die ganze Sache etwas spanisch vor und wollte dich suchen gehen, doch dann habe ich gesagt das ich das lieber Mache und na ja jetzt bin ich eben hier ...“ erzählte mir Lena in einem Atemzug. Man konnte die schnell und reden. „Ah ja ...“ antwortete Kristin nur und nickte. Sie wand ihren Blick von Lena ab und sah in die Sterne. Oft haben Bill und Kristin zusammen Arm in Arm im Garten gelegen nachts und die Sterne angeschaut. Kristin liebte die Sterne und wusste auf viel über sie und hatte Bill immer versucht alles ein wenig zu erklären, doch nach zehn Minuten konnte sich Bill immer ein Lachen nicht mehr verkneifen und lies sich von Kristin dann doch lieber die Sache mit der Chemie ^^ erklären. Doch zu Kristins 16ten Geburtstag hatte er dann eine Riesen Überraschung für sie. Er lies sich in der Lendengegend ein Tattoo für sie Stechen. Nein nicht ihren Namen oder Initialen, nein, es waren drei Ineinander gezeichnete Sterne. Sie waren wunderschön geworden und Kristin hatte sich so unendlich dafür gefreut. Nun war Bill wirklich ihr „Star“ ... das war jetzt schon zwei Monate her ... Bill ist vor einen Monat siebzehn geworden und Kristin vor zwei Monaten 16. Wenn sie zusammen im Bett lagen und kuschelten betrachtete Kristin manchmal Stunden lang sein Tattoo. Für sie war das ein Liebesbeweis an sie gewesen und das schönste, was er hätte machen könne. Sie erinnerte sich gerne daran, als Bill ihr am Anfang nicht sagen wollte was es war, und als er dann ohne Geschenk bei ihr ankam, wurde sie total stutzig. Er sagte, sie sehe das heute Nacht ... an diesem besagten Abend lagen sie zusammen auf der Terrasse und schauten sich – wie eben so oft – die Sterne an, als Bill dann plötzlich sein T-Shirt ein wenig hochzog. Etwas über seine Hüfte war ein Teil seiner Haut mit Geschenkpapier überklebt worden. Kristin verstand in diesem Moment einfach nur Bahnhof, bis Bill genervt fragte, ob sie ihn nicht endlich auspacken wolle. Mit zittrigen Fingern und verwirrten Gesichtsausdruck machte sie das Geschenkpapier von seinem Körper und lies einen hohen, quietschigen Ton von sich hören – ja das konnte sie gut. Voller Überraschung starrte sie Bills Bauch an und dieser hatte ein Riesen Grinsen im Gesicht. Diese Nacht war eine unvergessene Nacht gewesen, denn ins Haus sind die beiden nicht mehr gekommen ^^ ...
Wenn sie daran immer dachte zauberte es ihr automatisch ein Lächeln ins Gesicht. „Ist wirklich alles OK bei dir?“ wollte Lena wissen und musterte Kristin von der Seite. Diese konnte ihr Lächeln nicht mehr verstecken und nickte nur. „Na siehst du Kleines ... kannst ja auch schon wieder Lachen. Und nun komm, wir müssen uns ja noch für die Party fertig machen. du kommst doch trotzdem mit oder?“ wollte sie wissen, stand auf und reichte Kristin ihre Hand entgegen. „Ja ... ja ich gehe trotzdem mit. ich glaube Bill will heute Abend so oder so wieder alleine sein ... da würde ich ja nur wieder stören.“, antwortete sie und nahm Lenas Hand an. „Na dann lassen wir es eben heute Nacht krachen ...“ sagte Lena schon ziemlich in Feierlaune und zusammen gingen sie die Straßen entlang zurück zum Haus der Kaulitz. Als sie klingelten öffnete ein etwas schlecht gelaunter Tom die Tür. „Was denn los Hase?“ wollte Lena gleich wissen und zog ihre Jacke aus. Tom warf ihr erst mal einen bösen Blick zu, denn er hasste es, so genannt zu werden. „Ach Bill der Penner ... mich pisst es eben bloß an das er sich heute Abend wieder verkriecht und nicht mitgeht. Ich meine, es ist eine von Andis Party ... das kann er doch nicht machen ...“ antwortete Tom dann doch. „Ich weiß aber er ist einfach nicht in Partylaune hat er gesagt und will einfach mal wieder alleine sein ...“ entgegnete Kristin und zog ihre Schuhe aus. „Das ist er doch in letzter Zeit oft genug. So eine Party würde ihm echt mal wieder gut tun ... kannst du ihn denn nicht mal überreden?“ bat Tom Kristin, doch diese schüttelte sofort energisch den Kopf. „Abgesehen davon das eben nicht jeder so ein Schluckspecht ist wie du habe ich auch keine Lust mich wieder mit Bill zu streiten. Wenn er nicht mit will dann kann man da doch auch nichts machen ... ist eben seine Entscheidung.“, sagte Kristin darauf. „Ach, stört es dich etwa nicht dass er nicht mitkommt?“ wollte Tom dann wissen und sah Kristin vielsagend an. Kristin wand sich ab und sagte dazu nichts. Natürlich wäre es im Moment ihr größter Wunsch, dass Bill mitkommen würde aber vielleicht ist es ja auch besser so. „Siehst du ...“ sagte Tom nur und klopfte Kristin auf die Schulter. „Dann machen wir uns eben zu dritt einen schönen Abend aber jetzt beeilt euch lieber. Sonst kommen wir wirklich noch zu spät ...“ und mit diesen Worten waren Lena und Tom auch schon wieder verschwunden. Etwas missmutig gestimmt ging ich die Treppe nach oben. Leise Betrat ich Bills Zimmer. fragend sah ich mich um. Wo war Bill? Erst auf den Zweiten Blick erkannte ich ihn. Er saß auf dem Fensterbrett, mit dem Kopf an die Scheibe gelehnt und geschlossenen Augen. Das Zimmer war komplett dunkel, kein Licht war an, nur der Vollmond von draußen beschien das Zimmer und lies Bill dort am Fenster gespenstisch wirken. Er sah aus wie ein Engel ... ein schlafender Engel. Leise Ging Kristin auf ihn zu und blieb direkt vor ihm stehen. Ein Lächeln zauberte sich auf ihr Gesicht, als sie ihn so ansah. Ganz leise atmete Bill ein und aus, er sah total friedlich aus. so, als wenn ihm nichts anhaben könnte, wenn alle Probleme und Sorgen automatisch fern von ihm gehalten werden. Ein echter Engel eben ... ganz vorsichtig und langsam beugte sie sich zu ihm herunter und gab ihm einen sachten Kuss auf die Stirn, strich kurz über seine Wange und „Schlaf gut mein Engel“ flüsterte sie. Doch genau in dem Moment, in dem sie sich umdrehte, rollte eine einsame Träne über Bills Wange. Diese Träne hatte sich schon in seinen Wimpern verfangen gehabt, als Kristin das Zimmer betrat, und nun rollte sie einsam und verlassen seine Wange hinunter und blieb an seinem Kinn ein paar Sekunden hängen bevor sie auf seine Beine fiel. Bill fühlte sich wie eine Seiner Tränen. Einsam und verlassen ging er seinen Weg bis zur Klippe, doch etwas wird ihn noch vor der Klippe halten, etwas wird kommen, an dass er sich festklammern wird, etwas, was ihm Halt und Hoffnung gibt ... doch irgendwann wird auch sein Sturz kommen. Sein letzter Sturz in die tiefe, aus der er nie wieder zurück kommen wird ...
Kristin sah das alles nicht. Sie hatte sich umgedreht, ihre Klamotten geschnappt und das Zimmer verlassen. Bill war hellwach, doch er traute sich nicht seine Augen zu öffnen. Diese Träne blieb die einzige, denn die anderen konnte er alle noch zurückhalten. Er lernte Körperbeherrschung, wusste, wie er mit seinen Gefühlen umgehen musste, damit sie nicht ans Tageslicht traten. Und ihm gelang es nicht mal schlecht, musste er sich eingestehen. Kristin brauchte nicht mal lange im Bad, nach einer halben Stunde war sie fertig mit schminken, Haare machen und umziehen. Fertig gestylt saß sie gelangweilt mit Tom im Wohnzimmer auf dem Sofa und wartete auf Lena. „Kann die denn nicht einmal so unkompliziert sein wie du?“ sagte Tom nach zwanzig Minuten. Kristin lächelte ihn nur an und kurz darauf kam dann auch endlich Lena die Treppe herunter und präsentierte uns ihr Outfit. „Na Schatz was sagst du? Gefalle ich dir?“ wollte sie wissen und drehte sich zweimal im Kreis. Tom bekam die Augen nicht mehr zu und Kristin konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Ja, das war Tom. Er stand auf so kurze Röcke, hohe Schuhe und knappe Tops. Da war Bill ganz anders. Er fand ganz andre Sachen an einer Frau attraktiv und das hatte nicht immer was mit Äußerlichkeiten zu tun. Tom und Bill waren in dieser Hinsicht so verschieden, aber auch wenn sie so verschieden waren, ergänzten sie sich so gut miteinander. Sie waren ein wirkliches DreamTeam ... ja ... waren ...
„Toooom Mund zu es zieht ...“ konnte sich Kristin es dann auch nicht verkneifen und stand lachend auf. Tom lief ein wenig rot an und beherrschte sich dann aber wieder. „Also dann können wir ja los ...“ sagte Lena und zog sich ihren Mantel drüber. Kristin schnappte sic ihre Chucks und Jeansjacke und Tom seine Schuhe, denn coole Leute brauchten ja keine Jacke .. *seufz* Zusammen gingen sich nach draußen und Tom schnappte sich sofort Lenas Hand. Kristin fühlte sich plötzlich so alleine und verlassen und automatisch sah sie nach oben, zu Bills Fenster. Da saß er, immer noch, mit geschlossenen Augen und angelehnten Kopf. Kristin war noch schnell eine letzte Kuss Hand nach oben, auch wenn er es nicht sehen konnte, drehte sich wieder um und ging den anderen beiden hinter her. Bill schlug die Augen auf. Mit ausdruckslosem Gesicht sah er den dreien Hinterher.
Da geht er hin ... mein zweites Ich ... lässt mich alleine zurück ... ohne zu wissen ... dass es schmerzt. Das es schmerzt schon seit Tagen ... schon seit Wochen ... doch erst jetzt man langsam begreift, warum es schmerzt. Auch wenn es einfach zu absurd die Gedanken und Gefühle sind ... zu unstimmig ... zu falsch ... zu unmöglich ... zu verboten .... .... .... dachte sich Bill und schloss abermals die Augen, als er die Drei aus den Augen verloren hatte.

Als sie ankamen war die Party schon im vollen Gange. Andi kann man eben einfach nicht übertreffen. Kaum hatte die drei neuen Gäste in der Menge gesehen, wurden sie herzlich begrüßt. Andi und Tom hatten natürlich ihren eigenen „Checker Gruß“ den sie immer anwendeten wenn sie sich trafen. Kristin und Lena konnten sich dann ein Lachen nicht verkneifen und verdrehten nur die Augen. Dann waren auch die Mädels dran. Andi schloss erst Lena in die Arme – Küsschen Links Küsschen Rechts – und dann schloss er mich in die Arme – Küsschen Links Küsschen rechts - . „Wartet mal da fehlt doch wer ... wo ist denn die Dritte Schönheit im Bunde? Wo ist Bill?“ fragte er lachend und sah sich um. „Die Diva fand es nicht anmessend genug und zog es vor zu Hause zu bleiben ...“ sagte Tom, doch man merkte, dass es Tom wirklich nicht passte, dass Bill nicht hier war. „Tom hör auf solche Sprüche über ihn zu reisen.“, ermahnte Kristin Tom und warf ihn einen Bösen Blick zu. „Ok ... Ok ...“ sagte dieser nur und verschränkte die Arme vor der Brust. „Bill geht’s nicht so gut, fühlt sich nicht in der Stimmung zum Feiern im Moment. Nimms ihn bitte nicht übel ...“ erklärte Kristin und sah Andi entschuldigend an. Auch Andi sah nun irgendwie gekränkt aus. „Was hat er denn? Ich habe mich schon total gefreut ihn mal wieder zu sehen ... in den letzten Tagen bekommt man ihn ja gar nicht mehr zu Gesicht ...“ wollte Andi wissen und sah Kristin fragend an. Geschickt wich sie Andis Blicken aus und sah sich in der Menge um. „Wir wissen es selbst nicht so wirklich was mit Bill los ist. Er ist total komisch im Moment, verschließt sich vor allen und macht auch Kristin total komisch an im Moment. Wir kommen einfach nicht wirklich an ihn ran und sagen was los ist will er uns auch nicht ...“ sprach Tom es dann aus. Sofort trieben diese Worte Kristin wieder Tränen in die Augen, doch sie lies sie nicht raus und schluckte den Kloß, der sich eben bei ihr im Hals gebildet hat, wieder runter. „Oh ... ich glaub ich besuche ihn mal in den nächsten Tagen ...“ sagte Andi dann und alle nickten. „Na ja dann lasst uns jetzt mal ein wenig Spaß haben. Wir feiern für Bill einfach ein wenig mit auch wenn ich in meiner Ehre als Partynator jetzt ein wenig geknickt bin ...“ sagte Andi gespielt beleidigt, drehte sich um und schnappte sich vier kleine Flaschen Jägermeister und verteilte sie unter uns. „Also ... auf eine geile Partynacht ...“ sagte er als wir die Flaschen offen hatten und anstießen. In einem Zug war das Zeug herunten und es folgten noch viele Weitere Runden. Nach jedem neuen Getränk fühlte sich Kristin besser und freier. Die Gedanken an Bill, die sich am Anfang noch hatte, verschwanden immer mehr und mehr. Sie fühlte sich einfach nur gut, tanzte was das Zeug hielt und trank auch dem entsprechend. Auch Tom war eben ein Junge Frohnatur und hatte nach zwei Stunden auch schon einiges Intus, nur Lena hielt sich stark zurück an diesem Tag. „Tom hör auf so viel zu Trinken ...“ diesen Spruch hatte sie schon oft an diesem Tag rausgelassen doch Tom überhörte ihn einfach. Er wollte Spaß haben und auch er wollte die letzten Tage einfach mal vergessen und Spaß haben und sich mal ausnahmsweise keine Sorgen über seinen Zwillingsbruder zu machen. Aber Tom wurde auch schon ein wenig übermütiger und aufdringlicher. „Tom tu deine Finger da weg verdammt noch mal ich will das nicht ...“ schrie Lena ihn an und schlug Toms Hand weg, die sich gerade unter ihren Rock gebahnt hatte. „Was denn los Kleine?“ wollte Tom verwirrt wissen und nahm einen kräftigen Schluck seines Getränks. „Was los ist? Sag mal geht’s dir noch gut? So viel wie heute hast du schon lange nicht mehr getrunken und hör verdammt noch mal auf mich so billig anzugrabschen ...“ tickte Lena ein wenig aus und drückte Tom wieder weg von sich. Doch Tom schüttelte nur den Kopf und kippte seinen Drink demonstrativ in einem Schluck runter. Verständnislos schüttelte Lena den Kopf und verlies die Party, doch Tom schien das alles gar nicht mehr so ernst zu nehmen. Kristin hatte diese Situation beobachtet, doch im Gegensatz zu Tom konnte sie noch gerade stehen und ein wenig noch klar denken, wenn auch nicht mehr viel. Sie saß auf dem Sofa und starrte einfach nur Tom an. Plötzlich kam Andi auf Tom zu. „Was war denn das bitte eben?“ wollte er von Tom wissen, doch Tom zuckte nur mit den Schultern. „Weiber ...“ gab Andi darauf zu hören. es ging noch ein paar Stunden so weiter und die Party war immer noch im vollen Gange ... Tom selbst konnte nun wirklich nicht mehr ganz gerade stehen und torkelte ein wenig herum, doch auch Kristin hatte ihren Frust mit viel Alkohol heruntergespült. Sie stand mitten im Raum und unterhielt sich gerade mit zwei Bekannten, als ihr von hinten jemand an den Arsch griff. Erschrocken drehte sie sich um und sah in Toms Gesicht, dass plötzlich gefährliche Nahe bei ihr war. Sie konnte nicht mal so schnell schauen da waren Toms Lippen schon auf ihren, doch es störte sie in diesem Moment nicht. Nein im Gegenteil. Nach ein Paar Schrecksekunden erwiderte sie sogar den Kuss. Sie standen eine Weile einfach nur so da und küssten sich. Keiner von den beiden realisierte in diesem Moment überhaupt was sie da taten. Keiner rief sich in Erinnerung dass sie vergeben waren. „Verdammte Scheiße was macht ihr beide da ...“ wurden sie plötzlich unterbrochen. Sie wichen voneinander und schauten in Andis entsetztes Gesicht. „Mensch Tom das ist die Freundin deines Bruders. Kristin das ist der Zwillingsbruder deines Freundes ...“ versuchte Andi entsetzt die beiden wieder auf den Boden zu bekommen. „Na und ... mir doch egal ... lass mir einfach meinen Spaß OK ...“ lallte Tom und Andi sah ihn einfach nur entsetzt an und wand seinen Blick dann zu Kristin, doch bei ihr drehte sich nur noch alles und sie schüttelte den Kopf. Was hatte sie da getan? Hatte sie gerade wirklich Tom geküsst? Erschrocken sah sie Tom an und wollte einen Schritt zur Seite gehen, doch dabei verlor sie ein wenig den Halt und Tom fing sie auf ...





Total verkatert wachte Kristin am nächsten Morgen auf. geblendet vom hellen Sonnenlicht hatte sie die Augen geöffnet doch gleich darauf wieder geschlossen hatte. Genervt griff sie sich an den Kopf in der Hoffnung die Schmerzen würde dadurch weggehen, doch vergebens. Nach ein paar Minuten öffnete sie die Augen wieder und versuchte ihre Augen an das Sonnenlicht zu gewöhnen. Sie setzte sich ein wenig auf und sah sich um. Hoppla ... wo bin denn ich gelandet?, dachte sich Kristin und machte doch noch mal die Augen. Einbildung Kristin du hast einfach zu viel gesoffen gestern. Doch als sie die Augen wieder öffnete war da immer noch dieses Fremde Zimmer. Erschrocken sah sie sich weiter um. Überall am Boden lagen Klamotten verstreut, das Bett total durcheinander. Das ist doch alles nur ein schlechter Traum oder? wo zum Teufel bin ich denn hier?, wollte Kristin wissen. sie merkte, dass sich neben ihr etwas bewegte und sah nach rechts. Irgendwer lag neben ihr, doch dieser jemand hatte die Decke tief über sich gezogen, nur ein paar Dreads sahen hervor. DREADS???!??!!??? Geschockt sah sie neben sich. Nein ... nein ... nein ... Langsam kamen ihr wieder Erinnerungen von der Party ... ach du miese Scheiße. Ihr kam eine Böse Vorahnung. War sie denn wirklich so neben der Spur dass sie SO ETWAS getan hatte? Ihr Herz raste schneller ... das konnte doch alles nicht wahr sein. Sie nahm all ihren Mut zusammen und schlug die Bettdecke die über ihren Körper lag ein wenig zur Seite und sah an sich herunter, doch nur eine Sekunde später deckte sie sich wieder zu. *schluck* Sie war nackt. Sie konnte das alles gerade gar nicht glauben. Total in Panik angelte sie sich ihre Klamotten vom Boden und begann sich in Rekordgeschwindigkeit wieder anzuziehen. Tom regte sich immer noch nicht ... ja TOM. sie hatte wirklich mit Tom geschlafen. Und jetzt wusste sie auch wo sie war: In Andis Zimmer, in Andis Bett ... MIT TOM! kaum Hatte sie sich angezogen begann sie im Zimmer nervös auf und ab zugehen. Was jetzt?, dachte sie sich als es plötzlich leise an der Tür klopfte. Erschrocken drehte sie sich um. Ihr Herz raste vor Aufregung als die Tür langsam geöffnet wurde und Andi ins Zimmer kam. Entsetzt sah sie ihn an, doch sein Gesichtsausdruck war auch nicht viel Besser. Er schloss die Türe wieder hinter sich und lehnte sich an seinen Schreibtisch an. „Na auch mal wach ...“ sagte er nach einer Weile, als sie sich einfach nur angesehen hatten. „Andi ... Andi es tut mir Leid ... ich ... ich weiß selbst nicht wie das passieren konnte wirklich. Das war alles nicht geplant und gewollt schon gleich zehn mal nicht. Ich hatte einfach zu viel getrunken und ...“ begann Kristin zu erklären doch sie fand selbst nicht unbedingt die passenden Worte. Andi sagte nichts. Er sah immer nur wieder von Kristin zum schlafenden Tom hinüber. „Andi bitte ... ich ...“ versuchte Kristin es mit einem zweiten Anlauf, doch auch das wurde nichts. „Boah kann der nicht auch mal wach werden es betrifft ja euch beide ...“ sagte Andi dann und mit einem gekonnten Tritt schlug er sachte auf Tom ein. Total verwirrt schlug er die Augen auf und schloss sie schnell wieder. Er schlug seine Hände vor die Augen und drehte sich auf den Bauch. „Was soll denn der Scheiß?“ kam es dann genuschelt von ihm. „Das gleiche wollte ich dich auch gerade fragen ...“ antwortete Andi. Tom erstarrte. „Andi? Bitte was machst du um die Uhrzeit in Meinem Zimmer?“ wollte Tom wissen und drehte sich wieder auf den Rücken und sah an die Decke. Oh.
„DEIN Zimmer? das ich nicht lache ... mal wieder total verpeilt Herr Kaulitz ...“ sagte Andi wütend und fuhr sich durch seine Platin Blonden Haare. Toms Augen huschten umher und er setzte sich ein wenig auf, dabei fiel sein Blick auf mich. Sofort sah ich wieder weg, doch Tom verstand immer noch gar nichts. „Verdammt was mach ich hier in deinem Zimmer und warum bist du und Kristin hier und schaut mir beim Schlafen zu?“ wollte Tom wissen. „Steh du erst mal auf Freundchen dann reden wir weiter ... aber schau bitte erst nach ob du auch was anhast ...“ bat Andi als Tom aufstehen wollte. „Warum sollte ich nichts anhaben? Ich schlafe nicht nackt, da musst du schon bei Georg anklopfen ...“ motzte Tom. „Da wäre ich mir in dieser Situation nicht so sicher ...“ entgegnete Andi und sah Tom vielsagend an. Dieser hob die Decke ein wenig hoch doch lies sie auch sofort wieder fallen. „Scheiße ...“ sagte er nur und sofort schnallte sein Blick auf Kristin. Auch er verstand nun langsam. Tränen stiegen Kristin in die Augen, doch sie wollte diese nun nicht zeigen. Triumphierend sah Andi nun zu Tom und warf ihm seine Klamotten her, die Tom sich schnell drüber zog. „Also äh ... wir ... wir haben nicht wirklich heute Nacht ... also ... äh zusammen hier verbracht?“ wollte Tom dann von Kristin wissen. Kristin sagte dazu nichts. Sie konnte im Moment einfach nicht sprechen. „Doch habt ihr. Nachdem ihr wild mit einander unten rumgeknutscht habt vor allen und dann still und heimlich in Mein Zimmer verschwunden seit ... mich wunder es nur wie ihr erstens die Treppe heil hochgekommen und aus euren Klamotten gekommen seit, so Sternhagel voll wie ihr BEIDE gestern wart ...“ war Andi so nett und bestätigte den beiden, was sie nicht wahr haben wollten. „Verdammt Scheiße ...“ sagte Tom nur, schlug sich gegen die Stirn und lies sich rücklings wieder aufs Bett fallen. „NA das kannst du laut sagen ... was habt ihr euch beiden eigentlich dabei gedacht?“ wollte Andi wissen und sein Ton war sehr scharf. „Verdammt wir haben beide in diesem Moment nichts gedacht. Denkst du das war absichtlich?“ fand dann auch Kristin mal wieder ihre Sprache. Ihre Stimme bebte. „Warum hat uns denn niemand von einander weggerissen? Alle wussten doch dass wir vergeben sind?“ wollte dann Tom wissen und sah Andi erwartungsvoll an. „Ach nein? Ich hab euch doch zur Rede gestellt aber die Herrschaften konnten ja nicht mal mehr bis drei zählen ...“ antwortete Andi aufgebracht und sein Blick sagte alles. „Und jetzt?“ kam es nach einer Weile Schweigens von ihm. Tom und Kristin zuckten nur mit den Schultern. „Wirst ... wirst du es Bill sagen?“ wollte Kristin dann nach einer Weile wissen. sie traute sich Andi nicht mal anschauen und auch Tom wand seinen Blick ab und senkte ihn.