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*piep piep piep* Die ganze Zeit *piep piep piep* Sonst herrschte Stille. Totenstille. Sie befanden sich in einem Kleinen Zimmer. Ein einziges Bett stand darinnen, stand am Fenster. Von draußen schien der Mond hell hinein und beschien den leblosen Körper der auf dem Bett lag. Kristins Körper. Nichts rührte sich. Mit geschlossenen Augen lag sie da, ganz friedlich. Man hätte denken können sie würde einfach nur schlafen, wären dort nicht die vielen Kabel und Schläuche die sich über ihren Körper aufbauten. Allein schon der Anblick war schmerzhaft. Seit zwei Stunden lag sie nun hier. Vor zwei Stunden war sie aus dem OP Saal hier her auf die Intensivstation des Städtischen Krankenhauses gekommen. Seit zwei Stunden lag sie nun einfach schon hier, an Beatmungsgeräten und Blutkonserven angeschlossen, und nichts regte sich. Das Zimmer wirkte alleine und verlassen ... fast alleine und verlassen. In einer Ecke auf einem Stuhl saß Bill. Sein Blick fest auf Kristin gerichtet lehnte er sich mit dem Kopf an der Wand an. Sein Gesichtsausdruck war regungslos. Im schwachen Licht des Mondscheins wirkte seine Blasse Haut noch blässer, gespenstischer. Seine Haare hingen schlaff und kraftlos an seinem Kopf, seine Augen Make Up war etwas verloffen und seine Augen blutunterlaufen. Doch sonst machte er einen stabilen Eindruck. Seine Beine waren ganz ruhig, kein Zittern, kein nervöses Hin- und herwackeln. Gleichmäßig hob und senkte sich immer sein Brustkorb, wenn er durch die Nase Ein- und ausatmete. Nur seine Hände waren in Bewegung. Mit der rechten Hand spielte er an seinem Handgelenk herum, spielte mit einem seiner vielen Armbänder. Mit Kristins Armband. Sie hatte es ihn zum 17.ten Geburtstag geschenkt. Es war ein Silberarmband mit einem Totenkopf als Verschluss. Sie war damals richtig stolz darauf, so etwas für ihren Freund gefunden zu haben. seit diesem Tag trug er es dauernd, hatte es noch kein einziges Mal abgenommen. Wütend ließ er seinen Arm los und war mit einem Sprung auf seinen Beinen. „Verdammt ...“ stieß er leise hervor. Bill war überfordert. Er wusste nicht mit der ganzen Situation umzugehen, es war einfach zu viel für ihn. Innerhalb der letzten fünf Stunden hatte sich sein Leben um 180 Grad gedreht. Eine Wendung die einfach zu viel für ihn waren. Er konnte seine Gefühle nicht einsortieren. Auf der einen Seite konnte er nicht glauben was alles passiert ist. Dass Kristin jetzt hier im Koma lag, nach einem Schweren Autounfall und die Ärzte nicht wussten, ob sie die kommenden Stunden überleben würde. Es tat ihm selbst furchtbar weh sie hier so liegen zu sehen und zu wissen, dass er machtlos war. Bill steuerte langsam auf das Bett zu und nahm vorsichtig Kristins Hand. Mit sanftem Druck strich er über diese und sah in Ihr Gesicht. Wie ein Engel lag sie da ... Bills Engel. Ein Engel dessen Flügel abgebrochen waren und dadurch tief fiel. Zu Tief? Wie konnte das alles passieren? Wie konnte es so weit kommen? Warum lief sie vor das Auto? All diese Fragen geisterten in Bills Kopf umher und er wusste keine Antwort. Tränen sammelten sich wieder in seinen Augen. Er fühlte mit Kristin ... fühlte mit ihre Schmerzen. Sie tat ihm so unendlich Leid. Das war die eine Seite ... doch während er seine Freundin so ansah, kam ihm auch die andre Seite in den Sinn. Seine Freundin? Konnte er sie denn immer noch so nennen? Kristin hatte ihn Betrogen ... sie hatte mit einem andren geschlafen. Sie hatte es ihm noch gebeichtet ... das letzte was sie ihm gesagt hat. Für Bill kam dass alles furchtbar plötzlich. Andi war gekommen um ihm zu erzählen dass sich Tom wieder mit Lena vertragen hatte, doch Bill wollte das alles nicht so richtig glauben. Andi war der erste, mit dem Bill etwas offener Sprach als mit allen andren. Bill hatte sich getraut, Andi zu sagen, dass er ein komisches Gefühl bei Lena und Tom im Moment hatte, dass Lena Tom nicht gut tat, doch als dann Andi mit der Sprache rausrückte und sagte, dass Lena Tom verzogen hatte, hatte Bill sofort wieder ein komisches Gefühl im Magen, doch dann kam Kristin rein. Bill konnte sich noch ganz genau an diese Situation erinnern, wie Kristin heulend im Türrahmen stand und schrie. Wie sie es ausschrie, dass sie mit Tom geschlafen hatte. Kaum hatte sie es ausgesprochen zersprang Bills Herz. Es traf ihn zu tiefst ... es muss für alle hart klingen aber es traf ihn nicht so sehr das Kristin ihn betrogen hatte, sondern dass Tom damit zu tun hatte. Die Worte aus Kristins Mund hallten immer noch in seinem Kopf. „Ich habe mit Tom geschlafen ...“ immer und immer wieder kam ihm dieser Satz ins Gedächtnis. Verächtlich lies er Kristins Hand los und ging zurück in die Ecke. Natürlich war es für ihn leicht zu verkraften, dass Kristin ihn dennoch betrogen hatte, denn er hatte sie ja mal geliebt. Ja .. Hatte. Es waren keine Gefühle mehr da. Rein gar nichts. Er fühlte nichts hier wenn er sie sah außer Trauer. Trauer und Angst um sie ... aber das sind die gleichen Gefühle als wenn Andi oder Gustav hier liegen würde. Aber von Liebe fehlte hier weit und breit jede Spur. Sein Herz gehörte wem anders ... doch dieser hatte anscheinend sein Herz genau so wenig verdient als er es wollte. Wut brannte in ihm auf wenn er an seinen Bruder dachte. Brodelnde Wut und gleichzeitig ein unbeschreiblicher Schmerz war in seiner Brust zu spüren. Eine Träne stiel sich aus seinen Augen und fiel auf den sauberen Boden. „warum? Warum? Und warum verdammt noch mal TOM?“ schrie Bill schon fast als er sich wieder umdrehte und zum Ende des Bettes ging, an dem er sich nun abstützte. Er wusste nicht weiter ... war es gerechtfertigt nun sauer auf Kristin zu sein, weil sie ihn betrogen hatte? Oder stellte der Unfall das alles hier in den Hintergrund? Oder war er vielleicht selbst Schuld daran? War sie vielleicht wegen IHM vor das Auto gerannt? War sie so fertig und wollte sich selbst umbringen, nach dem sie es ihm gebeichtet hatte? Hätte er schon vor ein paar Tagen die Fakten offen auf den Tisch legen und selber Schluss machen sollen? Wäre dass alles hier dann nicht passiert? Bill konnte nicht mehr ... er konnte nicht mit der Situation umgehen, es wurde ihm alles zu viel. Geschwächt und fertig ließ er sich auf den Boden gleiten. Auf den Knien blieb er am Boden sitzen und lies seinen Tränen freien lauf, als plötzlich die Tür geöffnet wurde und er zwei Starke Arme spürte, die ihn versuchten, wieder hoch zu ziehen. Doch als Bill denjenigen erkannte, wehrte er sich mit Händen und Füßen. „LASS MICH LOS!“ schrie er seinen Zwilling an und drückte ihn von sich weg. Voller Wut blickte er Tom an. wieder war da dieser Schmerz und Trauer der ihn so fertig machte. Bill musterte ihn von oben bis unten. Kein Bisschen war von Toms Cooler Fassade mehr da. Auch er war geschwächt. Die letzten Stunden hatten auch ihn sichtlich mitgenommen, und dass Lena doch noch Schluss gemacht hatte, erleichterte für ihn die Sache auch nicht. „Bill ... bitte ..“ versuchte Tom mit seinem Bruder zu reden, doch Bill blockte sofort ab. „Geh mir aus den Augen Tom ... GEH EINFACH!“ fauchte Bill ihn an und wand sich zum Fenster. Eine Sternklare Nacht war heute. Kein Auto war unterwegs, kein Fußgänger. Es schien, als wäre die Zeit stehen geblieben – für immer. Bill schloss die Augen und atmete tief durch. „Bill ich wollte das alles nicht ... wirklich. Es ist einfach so passiert an dem Abend ... wir hatten beide viel getrunken und es ist einfach so passiert ...“ versuchte Tom noch etwas zu retten was zu retten ist. „Tom halt verdammt noch mal deine Klappe ... ich will nichts davon hören. NICHTS! Will nicht wissen wie es mit ihr war oder warum du mit ihr gevögelt hast ... denkst du das macht die Sache Besser? VERSTEHST DU DENN GAR NICHT WAS DU MIR DAMIT ANGETAN HAST ...“ begann Bill wieder zu schreien. „Ich weiß dass es für dich das schlimmste ist, wenn dich jemand betrügt aber denkst du denn ich habe das mit Absicht gemacht? Denkst du wirklich ich bin so notgeil dass ich sogar mit der Freundin meines Bruders in die Kiste geh? Denkst du denn wirklich du bist mir so egal? Denkst du ich hab keinen Respekt vor dir? BILL DU BIST MEIN ZWILLINGS BRUDER UND MIR WICHTIGER ALS MEIN LEBEN!!!! NIE IM LEBEN WÜRDE ICH DICH VERLETZEN WOLLEN ODER WÜRDE ES ZULASSEN DASS DICH JEMAND VERLETZT ...“ begann nun auch Tom zu schreien, doch seine Stimme wurde immer brüchiger und brach zum Schluss komplett ab. „Und wieso tust du es dann trotzdem?“ flüsterte Bill nun nur noch und drehte sich bei seinen Worten zu Tom um. „Wieso tust du es mir dann trotzdem an und verletzt mich so? Merkst du denn nicht wie mein Herz blutet? Merkst du nicht wie es schreit ...?“ wollte Bill wissen. Wie es schreit nach dir ... dachte er bei sich. „Bill ich weiß wie schwer es für dich im Moment sein muss ... Kristin hier so liegen zu sehen, zwischen Leben und Tod und du nicht weißt ob sie es überleben wird und nicht weißt wie dass alles so weit kommen konnte ...“ fand Tom seine Stimme wieder und während er sprach riss er Bill in seine Arme. Dass alles passierte so schnell, dass sich Bill im erste Moment nicht dagegen währen konnte. Seine Beine begannen zu zittern und sein Herz schlug automatisch schneller. „NEIN! Nichts verstehst du ... rein gar nichts ..:“ mit diesen Worten drückte er Tom mit aller kraft von sich weg und ging wieder zu Kristin und setzte sich zu ihr ans Bett. „denkst du ... denkst du sie wollte sich ... umbringen?“ sprach Tom die Frage aus die Bill schon die ganze Zeit bedrückte. „Ich .. ich weiß es nicht. warum sollte sie das tun?“ wollte Bill wissen. „Sie hatte Angst .. hatte Riesen Angst es dir zu sagen. Sie wusste dass du Schluss machen würdest. Vielleicht deshalb?“ vermutete Tom. Bill zuckte nur mit den Schultern. Er wollte sich das alles gar nicht erst ausmalen ... immer noch betrachtete er Kristin. War er vielleicht wirklich Schuld an alle dem? Konnte er mit so einem Gewissen leben? Auch Tom ging nun ans Krankenbett und sah zu Kristin hinunter, dabei sammelten sich Tränen in seinen Augen, die er aber sofort wieder wegwischte. Er wollte nicht dass Bill ihn weinend sah. „Sie wird es schaffen Bill ... da bin ich mir sicher ... glaub an sie und gebe ihr die Liebe dann wird sie es schaffen ... .“ Bei Toms Worten zuckte Bill zusammen. Kristin Liebe geben? Welche Liebe? Es gab keine Liebe mehr für sie ... er hatte nur noch Liebe in sich für eine einzige Person. Genau in diesem Moment begannen alle Geräte rundherum zu piepsen. Die Zwillinge sahen sich erschrocken um. „BILL ...!“ kam dann plötzlich der Aufschrei von Tom. Erschrocken wand er sich zu seinem Zwilling um, der mit festen Blick auf Kristin sah. Bill folgte dem Blick seines Bruders und was er da sah, lies ihn dennoch ein Lächeln auf seine Lippen Zaubern. „Ich hol schnell einen Arzt ...“ sagte Tom sofort und verließ fluchtartig das Zimmer. Kristin war wach. Sie hatte die Augen geöffnet und begann von alleine zu atmen. Bill rutschte sofort näher heran und beugte sich ein wenig runter zu ihr. Sanft strich er ihr über die Stirn, doch schon noch ein paar Sekunden nahm er seine Hand zuckend wieder weg. Es war ein Riesen Zwiespalt in ihm. „Bill ...“ krächzte Kristin. Ihre Stimme war kaum zu hören, so beugte sich Bill noch weiter zu ihr herunter, um sie besser zu verstehen. „Bill es ...“ begann sie wieder doch er schüttelte schnell den Kopf und sagte „Nein alles OK nicht sprechen. Warte bis der Arzt kommt ...“ und mit diesen Worten wollte er seinen Kopf wieder zurück ziehen, doch Kristin hatte ihre Schwache Hand erhoben und wollte so mit Bill hier behalten. „Nein bitte ... ich ... es tut mir Leid ... bitte verzeih mir. ich wollte ... wollte dir nicht wehtun. Ich wollte nicht mit Tom schlafen, wirklich. Es tut mir alles so Leid ... ich Liebe dich doch ..“ brachte Kristin es heraus. Sofort sammelten sich Tränen in Bills Augen. Ja Kleines, du liebst mich aber ich dich nicht, dachte sich Bill und hasste sich dabei selbst für den Gedanken. „Alles wird gut ... gleich kommt der Arzt ...“ antwortete Bill nur um vom Thema abzulenken. Kristins Atmung wurde immer schwerer. Während des Sprechens brach ihre Stimme immer wieder ab und sie verzog schmerzhaft ihr Gesicht. „Der Arzt kommt sofort ...“ sagte Tom plötzlich als er wieder das Zimmer betrat. Er setzte sich an die andre Seite des Bettes und sah Kristin fröhlich an, doch als sie die Augen wieder öffnete, leuchteten und strahlten ihre Augen, so, als wenn sie etwas wüsste, was sonst keiner weiß. „Tom ...“ begann sie wieder zu sprechen und griff nach seiner Hand. „Pass ... pass mir gut auf meinen Bill auf ja ...“ bat sie ihn und sie lächelte ihn an. „Kristin von was redest du?“ war Tom die Situation nicht ganz klar, nur Bill hatte plötzlich die Augen weit aufgerissen. „Tu mir einfach den Gefallen Tom. bitte Versprich mir dass du auf Bill aufpasst, egal was zwischen euch passiert ja. Mach ihn glücklich ...“ und bei diesen Worten rollte eine einsame Träne über ihre Wange, die Bill ihr wegwischte. Auch er hatte mit den Tränen zu kämpfen, jetzt da er wusste, was sie meinte. Tom sah sie immer noch perplex an doch Kristin wand sich von ihm ab und sah nun Bill in die Augen. „Nicht weinen ... deine Tränen sind viel zu kostbar als dass du sie für mich hergibst. Ich habe dir wehgetan und habe dich verletzt ... aber glaube mir ich wollte das nicht. Bitte Bill ... ich hoffe du kannst mir irgendwann verzeihen...“ und nun musste sie auch mit weiteren Tränen kämpfen und fest schlucken. Ihre stimme wurde immer leiser und ihre Atmung schwerer, ab und zu zuckten ihre Beine und schmerzhaft schloss sie die Augen. „Verdammt wo bleibt der Arzt?“ schrie Tom als auch er checkte was los war. „Halt durch Kristin ... bitte ..:“ fand Bill seine Sprache wieder, doch Kristin schüttelte nur leicht ihren Kopf. „Es ist Zeit für mich zu gehen Bill ... aber bitte ... weine nicht um mich. Ich hatte mit dir die schönste Zeit meines Lebens und ich werde dich immer lieben, auch wenn ich weiß, dass du mich nicht mehr liebst, sondern dass dein Herz nun einem anderen gehört. Auch wenn ich im Koma war konnte ich dich ab und zu rede hören ... und erst jetzt wurden mir die Augen geöffnet, aber ich glaube an dich ... hör auf dein herz und du erreichst dein Ziel ...“ doch dann brach ihre Stimme gänzlich ab. Sie schloss die Augen und versuchte ruhig zu bleiben, doch ihr ganzer Körper zitterte nun und ihr Atem war schwer. Auch Bill schloss die Augen weil er wusste was jetzt passieren würde. Tom stand völlig perplex neben ihnen und hatte das Gespräch verfolgt doch kein Wort verstanden und er wusste auch nicht was Kristin damit gemeint hatte. Kristin ist hinter das Geheimnis gekommen, dass Bill nun schon seit zwei Wochen mit sich herumtrug. Bill ich liebe dich ... diese Worte formte sie als letztes noch einmal, bevor ihr Körper erschlaffte und ihr Kopf zur Seite wegkippte. Bill hatte Kristins Hand fest in seiner, und als er die Augen wieder öffnete, sah er nur noch, wie eine letzte Träne aus Kristins Augenwinkel floss. Vorsichtig küsste er sie weg und nahm sie in den Arm, wobei er weinend zusammenbrach ...