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Zufrieden glitt er auf den Boden, konnte seinen Blick nicht von seiner verletzten Hand wenden. Zu schön war für ihn der Anblick des roten Blutes auf seiner Hellen Haut, wie das Blut seine Bahnen zog, einfach in alle Richtungen floss und ein angenehmes Gefühl hinterlies. Das Hämmern an der Tür wurde immer lauter, doch Bill lies sich nicht beirren. „Verdammt noch mal BILL jetzt komm da bitte raus. Was war das für ein Geräusch? Bitte Bill lass uns verdammt noch mal reden ...“ schrie Tom weiter und warf sich mit aller Kraft gegen die Tür, doch sie wollte nicht nachgeben. Er hatte Angst. Große Angst um seinen Bruder. Warum hatte er sich ins Badezimmer eingesperrt und was waren das für Geräusche? Irgendwas konnte hier nicht stimmen ... irgendwas lief hier gewaltig schief. Bills Blut trocknete langsam auf seiner Haut, doch dass wollte er nicht. er wollte nicht diesen schönen Schmerz gehen lassen, nicht dieses wunderbare Gefühl auf der Haut verlieren. Er brauchte es ... er brauchte es als Bestätigung. Als Bestätigung an sich selbst. Dass es noch größere Schmerzen gab, als die, die er jeden Tag erlitt. Er brauchte es ... hier und jetzt. suchend sah er sich um, doch da der Boden voller Scherben lag, wusste er sofort, wie er sich diese Bestätigung holen konnte. Schnell griff er nach einer besonders schönen Scherbe, betrachtete sie sich genau, wie sie im Mondschein dass durchs Fenster viel, schimmerte. Von Allen Seiten her glänzte sie, er konnte seine Augen darin sehen, war angetan von ihr. In seinen Fingern wand er sie hin und her, spielte mit ihr. Mit seinem Zeigefinger strich er vorsichtig über die scharfe Kante, zuckte zusammen. Ein Brennender Schmerz zog sich über seinen Finger, doch schon gleich darauf tropfte das Blut von seinem Finger. Tropften auf die weisen Fliesen im Badezimmer. Er atmete tief durch und sah sich den Schnitt genauer an. Er war nicht tief, nein, doch er war schön. sein Herz begann zu rasen, sein Atem wurde schneller, als er sich mit zittrigen Händen sein Shirt am linken Arm nach oben schob und seine blasse Haut betrachtete. Mit seiner rechten Hand fuhr er ganz langsam seinen Unterarm entlang. Strich hinauf und hinunter, sich nicht ablenkend lassen von den wilden Rufen seines Bruders. „BILL SAG WAS!!! BITTE!!! WENN DU DA NICHT SOFORT RAUSKOMMST BRECH ICH DIE TÜR AUF ODER MACH AUCH SONST IMMER WAS ABER BITTE KOMM RAUS ..:“ schrie Tom durchs ganze Haus. Geh weg Tom ... bitte ... geh einfach nur weg ... lass mich alleine sein ... lass mich alleine ... dachte sich Bill, nein, er flehte es schon fast innerlich. „GEH WEG!! LASS MICH IN RUHE! Du hast doch genug Spaß mit deiner Neuen ... Vögel sie erst mal richtig durch bevor du dich um mich kümmerst. Hau ab ... ich kann dich nicht mehr sehen ...“ platzte es plötzlich aus Bill heraus. Seine Stimme hörte sich schrecklich an, aber kein Wunder, er hatte sie ja nun schon fast zwei Monate nicht mehr benutzt gehabt. Tom war wie erstarrt. Ein eiskalter Schauer lief ihm über den Rücken. Seine Angst steigerte sich ins unermessliche. Was hatte Bill vor? Nein ... er konnte seinen Bruder jetzt nicht alleine lassen. Verdammt! War er wegen ihm hier im Bad? Wegen diesem Weib? Bill wollte nicht mehr länger warten. Er nahm die Scherbe fester in die Hand und richtete sie auf seinen Linken Unterarm. Kurz vor seiner Haut stoppte er einen Moment, hielt inne. Gespannt sah er in seine Hand, sah noch einmal die klare Scherbe an, die gleich mit seinem Blut beschmutzt werden würde. Mit dem Blut, dass nicht würdig war, durch seinen und auch noch durch den Körper seines Bruders zu fliesen. Er konnte mit dem Gedanken nicht leben, dass er das Gleiche Blut wie Tom in sich Trug. Blut war dicker als Wasser ... ja .... aber Blut konnte auch ausgelöscht werden. Er schloss seine Augen und atmete noch einmal tief durch, bevor er die Scherbe auf seinen Arm aufsetzte und sie quer über seine Haut gleiten lies. Ein fürchterlicher Schmerz durchzog seinen Körper, Tränen schossen ihn sofort in die Augen, sein Arm brannte. Er spürte, wie das warme Blut über seinen Arm lief. Ganz langsam breitete es sich aus ... ganz langsam schlich es sich über seinen Arm und lies die ersten Tropfen auf die Fliesen gleiten. „Ahhhh ....“ konnte er den Schmerz nicht mehr zurück halten. Es stieß aus ihm heraus, konnte nicht mehr in ihm bleiben. Doch kaum war der Schnitt vorbei, setzte er zum nächsten an ... und wieder das gleiche Szenario. Blut ... Blut ... überall nur Blut. Schmerzen ... Brennen ... „Ahhhhh ...“ er konnte das alles nicht mehr unter drücken. So wie das Blut herauslief, hoffte er auch, dass all seine Sorgen und Probleme damit verschwanden. „BILL?? BILL? WAS TUST DU? WARUM SCHREIST DU?“ schrie Tom aus Voller Kraft, doch es war vorbei. Bill warf die Scherbe weg, weit von sich weg. sein ganzer Arm war übersät mit Schnitten, dass Blut floss einfach nur unaufhaltsam weiter. Und nun setzten auch die Tränen mit ein. „Nein ... nein wegen dir werde ich nicht heulen ... nicht wegen dir ...“ rief sich Bill flüsternd wieder ins Gedächtnis, doch es half nichts. Genau wie das Blut kamen nun die Tränen unaufhaltsam aus ihm heraus. Ein Wimmern war nur noch von ihm zuhören. Die Tränen tropften auf seinen Arm, die Wunden brannten ... das Blut vermischte sich mit den Tränen ... weinend und voller Schmerz schnappte er sich ein Handtuch, presste es auf seinen verletzten Arm, in der Hoffnung, dass es aufhören würde. Doch es half nichts ... der Schmerz wurde unerträglich. Gerade wollte er sich erheben um nach dem Verbandszeug zu suchen, als die Tür hinter ihm krachend aufflog. Bill bekam nicht mehr viel mit. Er sah, wie ein entsetzter Tom in der Tür stand und auf seinen Bruder sah ... Er konnte Tom jetzt nicht sehen .... er wollte ihn nicht sehen ... wegen IHM hatte er es doch getan. Wegen IHM litt er doch unter diesen Höllen Qualen. Schnell ging sein Zwilling auf ihn zu und kniete sich neben ihm. Das Entsetzten und die Angst war ihm ins Gesicht geschrieben. „Bill ... nein ... nein Bitte ..:“ stammelte er vor sich hin, und Bill sah, wie nun auch über Toms Wangen Tränen glitten.