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Überall weiße Wände. Geräte piepsten von überall her. Durch ein Fenster warf die Sonne ihre zarten Sonnenstrahlen. In dem Raum stand nur ein Bett, daneben haufenweise Geräte, die ununterbrochen irgendwelche Geräusche von sich gaben. In dem große Bett, dass mit weißen Bettzeug belegt war, lag ein Junge. Sein Kopf war auf einem Großen Federkissen gebettet, auf dem seine Schwarzen Haare fielen. Es bildete sich so ein sehr starker Kontrast. Auch sein Gesicht war leichenblass. Nur seine schwarzen Haare gaben hier ein Tupfer Farbe ab. Der Junge hatte die Augen geschlossen, lag friedlich da. Ruhig atmend. Über eine Infusion auf der rechten Hand wurden ihm Schmerzmittel verabreicht. Er sah fast aus wie ein Engel, so vollkommen war sein Gesicht. Sein Gesicht glich einfach des eines Engels. Wunderbar. Wunderschön. Doch wenn man weiter an dem Jungen herabsah, konnte man seine Arme erkennen, die auf der Bettdecke lagen. Sein Linker Arm war dick bandagiert. Schon seit ein paar Stunden lag er so da, friedlich schlafend, ohne sich auch nur einmal zu rühren. Doch aber genau so lange saß auch ein andrer Junge schon da. Auch er hatte sich seit Stunden nicht mehr gerührt. Seit Stunden kein Wort mehr gesagt. Er saß einfach nur da, am Bett des schwarzhaarigen und hielt dessen Hand. Seit Stunden kein Lebenszeichen ... seit Stunden keine Bewegung. Seine Augen waren aufs Bett gerichtet. Es kam einem schon fast so vor, als würde er nicht mal atmen. Tom wusste nicht weiter. Die letzten Stunden hatten ihn völlig mitgenommen. Als seine Mutter endlich zu Hause eintraf, wusste er nicht, was sie noch tun sollten. Bill hatte sich schwerverletzt in seinem Zimmer eingeschlossen. Mit aller Kraft hatten sie versucht die Tür aufzustemmen, doch alles half nichts. Außerdem wollten sie Bill nicht noch mehr verletzen, da sie wussten, dass er genau vor der Tür lag. Doch dann kam Tom die Idee. Schnell holte er aus seinem Zimmer den Zimmerschlüssel und schloss so die Tür auf. ja, Bill und Tom hatten die gleichen Schlösser. Das hatten sie sich als Kinder immer gewünscht, da sie ja keine Geheimnisse voreinander hatten. Doch diese Zeit war schon lange vorbei. Simone und Tom fanden Bill am Boden. Nur noch leicht atmend. Er war vollkommen ausgekühlt. Sein ganzer Arm war blutbeschmiert, und neben ihm breitete sich eine Blutlache aus. Tom war geschockt von dem Anblick, genau wie seine Mutter, doch er raf sich immer wieder in den Sinn, jetzt einen klaren Kopf zu behalten, denn sie mussten so schnell wie möglich Handeln. Er stürzte sich auf seinen Zwilling und hob ihn vorsichtig in seine Arme. Ganz sachte bettete er den Kopf von Bill an seine Brust, strich ihm liebevoll durch die Arme. Tom versuchte Bill ins Bewusstsein zurück zu holen, doch nichts half. „Bill Bitte ... halt durch. du kannst jetzt nicht sterben.“; flüsterte er seinem Zwilling leise ins Ohr, immer wieder. Seine Mutter hatte schnell einen Notarzt gerufen und wartete draußen auf diesen. Bills Kopf sackte immer wieder zur Seite weg, immer wieder sah er aus als wenn er schon tot wäre. Alle paar Sekunden versuchte Tom Bills Puls zu spüren, doch er war schon so schwach, dass man ihn nur noch ganz leicht merkte ...
Wenn Tom an diese Schreckensminuten zurückdachte, füllten sich seine Augen mit Tränen und seine Beine begannen zu zittern. Bill hatte nur knapp überlebt. Er hatte eine menge Blutspenderkonserven gebraucht, wären diese nicht mit der richtigen Blutgruppe da gewesen, wäre Bill verblutet. Doch die kommende Nacht war die entscheidende. Die kommenden Nacht entschied, ob Bills Körper dass alles mit machen würde, ob er die Strapazen überstehen würde. Toms Herz war schwer. So sehr er wollte, er konnte seinen Blick einfach nicht abwenden, traute sich nicht wegzusehen. Hatte Angst, wenn er wegsehen würde, Bill nie wieder zu sehen. Hatte Angst, dass genau in diesem Moment Bill versagen würde. Aber was wenn? Was wenn Bill versagen würde? Dann würde das eintreten was sich Bill gewünscht hat, aber WARUM? Warum wollte er sterben? Eine Träne floss über Toms Gesicht wenn er an Bills entsetztes Gesicht denken musste, als er ihn und die Tusse gesehen hatte. Warum verdammt noch mal hat er sie denn überhaupt mitgenommen? War er denn selbst schuld? Ist Bill deswegen so weit gegangen? Nein ... nein dass konnte nicht der einzige Grund sein. Tom hatte schon öfters Weiber mit nach Hause gebracht, Bill wusste wie das abgeht, und nie hatte er deswegen so einen Aufstand gemacht. Ja, er wusste dass Bill ihn immer am liebsten Erschießen würde, aber so WAR Tom eben mal. Ja genau, er WAR so. er hatte keine Freude mehr daran, irgendwelche willigen Mädels abzuschleppen und flachzulegen. Der Spaß hatte schon vor längerer Zeit aufgehört, also warum dann genau letzte Nacht? Genau in der Nacht, in der Bill früher als gewohnt wieder nach Hause kam. Warum? Warum? Warum? Diese Frage hämmerte ihm seit Stunden im Kopf. Und seit Stunden wünscht sich Tom nichts sehnlicheres als dass Bill endlich wieder die Augen öffnet. Ein leises Klopfen holte ihn aus seiner Gedankenwelt zurück, doch er drehte sich nicht um als er merkte, dass die Tür zu Bills Krankenzimmer geöffnet wurde. Erst als er eine Kalte Hand auf seiner Schulter spürte, zuckte er ein wenig zusammen. „Tom ... komm doch bitte mit nach Hause. Wir können hier nichts weiter tun.“, hörte er die Stimme seiner Mutter leise flüstern, doch Tom blockte ab. „Nein ... ich geh hier nicht weg. ich kann Bill nicht alleine lassen. Was wenn er aufwacht? Ich will bei ihm sein wenn er aufwacht, damit er nicht alleine hier ist. Bitte Mum ... geh nach Hause. Wenn sich was verändert sagen dir die Ärzte bescheid, aber mich bringt hier nichts weg.“, verteidigte er sich mit eisiger Stimme, die sich schrecklich anhörte, als wenn er einen fiesen Schnupfen hätte. Ja, er hatte geweint. Er hatte geweint wie ein Kleines Kind, dem man seinen Lolli weggenommen hatte und man nichts dagegen tun konnte. Auf der ganzen Fahrt hierher sind ihm Literweise die Tränen die Wangen hinuntergeströmt. Alles vorbei mit dem Checker, sein Schale war geknackt, und Tom wusste, dass nur einer seine Schale knacken kann, und das war Bill. Mit gesenkten Kopf verließ Simone wieder das Krankenzimmer. Sie waren wieder alleine. Nur Tom und Bill. Die Zwillinge unter sich. Eiserne Stille, die nur durch regelmäßiges Piepen unterbrochen wurde. „Bill ... bitte ... sei stark. Tus für mich. Du bist doch das wichtigste in meinem Leben. Ohne dich, bin ich doch nicht ich.“, flüsterte Tom unter Tränen noch einmal und drückte Bills Hand. Mit der andren Hand wischte er sich die Tränen weg, als er einen leichten Gegendruck und ein Zucken in seiner Hand spürte. Erschrocken sah er auf Bills Hand. Sie bewegte sich. Tom sprang vom Stuhl auf, so dass dieser rücklings am Boden landete. Doch es war ihm egal, ihm war in diesem Moment alles egal. Das einzigste was zählt war Bill. Er setzte sich auf die Bettkante und starrte seinen Bruder an. Bills Hand hatte er in beide Hände genommen und hauchte ab und zu vereinzelte Küsse darauf. Plötzlich zuckten Bills Augen. Erst kaum merkbar, doch dann hatte er sie für einen Moment komplett geöffnet. Tom hielt den Atem an. er war wach. Er war endlich wach. Bill blinzelte und schloss darauf hin erschöpft wieder die Augen. Vorsichtig und bedenklich strich ihm Tom über die Wange und anscheinend bemerkte Bill erst jetzt, dass jemand im Raum war. Erschrocken drehte er seinen Kopf zur Seite und sah Tom mit großen Augen an. „Ich bin so froh dass du wieder wach bist Kleiner Bruder ...“ sagte Tom freudig und eine Freudenträne rollte über sein Gesicht. Mit letzter Kraft zog Bill seine Hand aus Toms, und drehte seinen Kopf wieder weg. „Bill alles OK?“ wollte Tom irritiert wissen und beugte sich weiter zu ihm herüber, um ihn ins Gesicht schauen zu können. Bill war nicht Tod. Er lebte. Dass wurde Bill jetzt erst bewusst. Dass hier war nicht Der Himmel, und schon gar nicht die Hölle. Warum? Warum hatte er es nicht geschafft? Ist er jetzt auch noch zu blöd zum sterben? Vorsichtig bewegte er seine Hände und ein brennender Schmerz durchzog seinen linken Arm. Er richtete seine Augen darauf und verzog angewidert das Gesicht. „Warum hast du mich nicht einfach streben lassen Tom?“ fragte Bill seinen Bruder und wand ihm wieder das Gesicht zu. „Sag mal tickst du noch ganz richtig? Ich dich sterben lassen? Hier oben oder was. du kannst dir gar nicht vorstellen was für Sorgen ich mir gemacht habe, als du da im Bad warst, und über all das Blut. Und als du dich dann auch noch in dein Zimmer eingeschlossen hast, hat mich die pure Todesangst gepackt. Verdammt Bill Warum? Warum hast du das getan? Warum wolltest du sterben?“ stellte Tom seinen Zwilling zur Rede und merkte, wie sich seine Stimme dabei fast förmlich überschlug. „Warum denn nicht? Warum? Was gibt es hier denn noch, was mich hält? WAS? Und außerdem ich wollte nicht sterben ...“ fügte Bill noch hinzu und sah auf seinen linken Unterarm. „Ach nein? Und was war das dann für eine Aktion Bill?“ entgegnete Tom sofort und sah seinen Bruder gespannt an. „Ich wollte nicht sterben Tom ... ich will es immer noch ...“.