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Bill merkte nur noch wie sein ganzer Körper zusammenfiel. Tom biss ein letztes Mal die Zähne zusammen. Konnte Bill jetzt einfach nicht loslassen. Wie konnte er so was sagen? Wie konnte er sagen, dass er sterben will? Wie konnte er von Tom verlangen, er solle ihn fallen lassen? Er solle ihn einfach sterben lassen? Bill, seinen Zwillingsbruder? Tom verließen die Kräfte. Er wusste nicht wie lange er Bill noch halten könnte. „Nein Bill“ schrie er und zog ihn mit einem Zug nach oben. Er wusste nicht woher er die Kraft auf einmal hatte, woher er sie genommen hatte doch er war unendlich glücklich darüber. Schwärze umgab den Schwarzhaarigen und er merkte nur noch das Nasse Gras unter ihm bevor er bewusstlos wurde. Tom schaute seinen Bruder an, der seinen Kopf zur Seite fielen lies. Sein Schnaufen wurde immer schneller. Tom konnte nicht mehr. War erschöpft viel zu erschöpft um jetzt noch einen Schritt gehen zu können. Doch Bill brauchte ihn jetzt, mehr als jeder andere auf dieser Welt. Wenn er ihn jetzt so liegen lassen würde, mit gebrochen Rippen, so erschöpft, würde er den Qualen, den er ausgesetzt war, bestimmt nicht länger standhalten. „Bill, alles wird gut, ich verspreche es dir!“ Tom schloss Bill in seine Arme, bevor er aufstand und Bill mit letzter Kraft in seine Arme zog. Tom wusste, dass das Leben von Bill jetzt ganz alleine an ihm hängt. Er hatte sein Leben in seiner Hand. Das Leben seines Zwillings, seiner zweiten Hälfte. Tränen kullerten über seine Wangen. Überrollten ihn einfach. Seine Füße wurden immer schwerer, drohten dem Leichtgewicht jedem Moment nicht mehr Standzuhalten. Doch Tom riss sich immer wieder zusammen. Stand immer wieder auf. Lief mit Bill im Arm weiter. Er musste immer mehr Pausen einlegen, musste Bill immer öfter kurze Zeit auf den Boden legen, um zumindest ein bisschen neue Kraft zu tanken um nicht selber sofort zusammenzubrechen, denn das würde das aus von Bill bedeuten. Wenn er sich das nur vorstellte, brach eine Welt für ihn zusammen. Dies könnte er sich nie verzeihen! Ein weiteres Mal nahm er Bill in seine Arme und lief weiter durch die Lichtung. Es war dunkel, um genau zu sein Stock dunkel. Tom sah die Hand vor Augen nicht mehr, geschweige denn Bill, war er überhaupt noch am Leben? Oder starb er alleine an seiner Ritzaktion an seinem Arm? An seinen Rippenbrüchen, an dem Schmerz den er die letzte Zeit ertragen musste und an der körperlichen Belastung der letzten Stunden? „Bill, Bitte, halte durch!“ Tom machte sich jede Sekunde selber neuen Mut, schöpfte neue Hoffnung in Bill, vergeblich?

Wieder diese Weisen Wände, das ständige Piepen. In Toms Augen spielte sich alles nur noch wie ein Traum ab. Ein schrecklicher Alptraum der kein Ende nahm. Ja, er hatte es geschafft, hatte es geschafft mit aller wirklich aller letzten Kraft Bill ins Krankenhaus zu tragen. Jetzt lag es nur noch an Bill. Er musste kämpfen, kämpfen um sein Leben! Doch wollte er das überhaupt? Tom saß neben ihn, hielt seine Hand. Weichte seit dem Vorfall kein Stückchen von seiner Seite, wollte jetzt einfach nur in Bills Nähe sein, konnte seine Blicke nicht von ihm Wenden. Denn wer weiß, vielleicht war das, dass letzte Mal, dass er ihn lebend gesehen hatte. Bill lag im Komma. Die Körperliche und seelische Belastung der letzten Tage und vor allem Stunden waren zu viel für den Schwarzhaarigen. Er wirkte noch Zerbrechlicher, noch viel mehr als sonst. Seine Schminke war verschmiert. Sein Gesicht war starr nach vorne gerichtet. Seine Augen geschlossen. Tom bekam von Sekunde zu Sekunde mehr Angst. Er schloss seine Augen. Dachte nach, wieso tat Bill so was? Ihm kamen unerwartete Bilder, alles spielte sich wie ein Film in seinen Augen ab. Ein Film in die Vergangenheit. „Es ist Zeit für mich zu gehen Bill ... aber bitte ... weine nicht um mich. Ich hatte mit dir die schönste Zeit meines Lebens und ich werde dich immer lieben, auch wenn ich weiß, dass du mich nicht mehr liebst, sondern dass dein Herz nun einem anderen gehört. Auch wenn ich im Koma war konnte ich dich ab und zu rede hören ... und erst jetzt wurden mir die Augen geöffnet, aber ich glaube an dich ... hör auf dein herz und du erreichst dein Ziel ...“ der letzte Satz, von Kristin damals als sie starb, hallte in seine Ohre. Was soll das bedeuten? Was hatte Bill ihr gesagt, währendem sie im Koma lag? „Hör auf dein Herz und du erreichst dein Ziel“ Verdammt, was meinte sie damit? Tom wünschte sich in diesem Moment, Kristin könnte noch einmal zurückkommen und mit ihm reden, denn sie war die einzige die wusste, was mit Bill los war. Sie war vielleicht die einzigste die Bill jetzt noch helfen konnte. Nur alleine damit, indem sie erzählt, was mit ihm los war. Tom schloss wieder seine Augen, die er kurze Zeit geöffnet hatte. Er sah alles ganz genau, konnte alles ganz genau noch einmal abspielen. Er stand am Grab und sah Bill, wie er in einem schnellen Tempo den Friedhof verlassen wollte. Er rannte ihm nach und hielt ihn an, um ihn zur rede zu stellen. „wenn du es schon so genau wissen willst, ich liebe Kristin schon seit ca. 2 Wochen nicht mehr, Nein ich liebe jemanden ganz anderen. Aber diese Liebe hat einfach keinen Sinn. Sie ist zwecklos.“ Was konnte so zwecklos sein, weswegen er sich versucht umzubringen? Tom musste tief schlucken. Erst jetzt begriff er, dass Bill ihm ständig Anhaltspunkte gegeben hatte, warum es ihm zu schlecht geht. Tom haute sich selber dafür. Warum hatte er diese Punkte einfach überhört? Er hätte alles verhindern können! Es hätte niemals so weit kommen müssen. Trotzdem verstand Tom den Sinn der ganzen Sache noch nicht. Ja, er liebte jemanden anderes. Überalles, nur wen? Tom schloss ein 3. Mal seine Augen. Wollte weiter in die Vergangenheit reisen. Wollte weitere Anhaltspunkte erfahren, die Bill ihm mit Sicherheit auch gegeben hatte. Er sah gerade noch wie Bill versucht zu springen. Doch er konnte ihn aufhalten. Konnte es noch gerade so verhindern. Bill zappelte mit den Beinen. Hing über der tiefen Schlucht nach unten. Gerade noch so von Tom gehalten. Mit einer Hand. Er hörte nur verzehrt die Worte seines Zwillings. War viel zu vertieft in seiner eigenen Kraft, die Bill hielt. „Du würdest es nicht verstehen. Du würdest mich einfach nicht verstehen. Viel zu lange habe ich gelitten. Viel zu lange habe ich wegen dir gelitten. Viel zu lange habe ich mit diesem Gefühl gekämpft. Viel zu lange habe ich mit diesen Gefühlen zu dir gekämpft. Doch es hilft nichts. Nichts könnte es ändern. Ich habe keine andre Möglichkeit Tom. verstehst du denn nicht? ICH LIEBE DICH ...!“ Ich Liebe dich? Genau in diesem Moment, begann Bill sich zu bewegen. Tom sah ihn an. Er blinzelte mit den Augen. Tom konnte nicht wegschauen, wollte es aber. Bill liebte ihn? Ihn seinen eigenen Bruder? Wollte er sich deswegen umbringen? Wegen Tom? Einzelne Tränen kullerten über seine Wangen. War seine Liebe denn wirklich so stark, dass er deswegen Sterben würde? Tom merkte, dass in Bills Hand wieder Kraft einbrach. Er merkte, wie die Hand von Bill, mit leichten Kräften seine zusammendrückte. Bill kam wieder zu Kräften. Genau in diesem Moment stand Tom auf. Packte seine Sachen und ging zur Tür. „Tom?“ kam ein leises „piepsen“ von seinem Zwilling. Ja, er war wach. Bill lag da, jetzt mit offenen Augen und starrte Tom besessen an. „Es tut mir Leid!“ kam es leise und berührt von Tom, der mit diesen Worten das Krankenhaus verließ.