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„Bill liebt mich? Er hat das alles nur wegen mir gemacht?“ Ließ sich tom auf eine Parkbank nieder. Er befand sich immer noch in Magdeburg. Direkt neben dem Krankenhaus. Wieso war er jetzt nicht bei Bill? Wieso saß er nicht genau jetzt, als er vom Koma aufgewacht ist neben ihm um ihm das Gefühl zu geben, er ist da? Tom musste seine Gedanken ordnen. „Nichts könnte es ändern. Ich habe keine andre Möglichkeit Tom. verstehst du denn nicht? ICH LIEBE DICH ...!“ dieser eine Satz. Dieser einzige Satz von Bill rief er sich ständig in Erinnerung. ICH LIEBE DICH. Ich liebe dich? Tom konnte es nicht fassen. Wollte es nicht war haben. Sein Bruder, sein Zwilling, sein Fleisch und Blut in ihn verliebt? Tom schüttelte sich. „Nein, das darf alles nicht wahr sein“ er schrie es regelrecht vor sich hin. Musste alles loswerden. Allein der Gedanke, Bill hätte sich in den Abgrund gestürzt hätte vor einigen Minuten noch für Tom den Zusammenbruch einer Welt bedeutet. Doch jetzt, als er weiß, dass sein Bruder nur ihn liebte warf es ein ganz anderes Licht auf die ganze Sache. Wäre es für Tom besser gewesen, Bill wäre nicht mehr am Leben? Wünschte sich Tom in diesem Moment wirklich, Bill wäre Tod? Zu viele Fragen quälten ihn, die er nicht beantworten konnte. Warum? Warum verdammt noch mal hat sich Bill in ihn verliebt? Tom schlug sich die Arme vors Gesicht. Er hasste sich in diesem Moment noch mehr als zuvor. Wie konnte so was passieren? Wie konnte sich Bill in seinen eigenen Bruder verlieben? In Tom? Und wieso verdammt noch mal hat Tom jetzt nicht den Mut, bei Bill zu stehen und ihn darauf anzusprechen? Vielleicht war das ja alles nur eine Verwechslung, vielleicht hatte er ja nur etwas falsch verstanden. Tom glaubte nicht daran. Nein er befand sich nicht in einem falschen Film, sondern einfach in der Realität. Erst jetzt merkte er wie grausam sie sein kann. Wie grausam es manchmal sein kann, wenn etwas geschehen ist, dass man nicht wahr haben will. Er ist nicht schwul. Ganz im Gegenteil er fühlt sich von dem weiblichen Geschlecht total angezogen. Liebt es einfach wenn Frauen sich „schön“ und vor allem wenig bekleiden. Alle kannten ihn nur als Frauenheld und damit behielten sie Recht. Natürlich mag Tom seinen Bruder. Ja, er mag ihn. Aber dabei ist kein Stückchen liebe. Nur die Liebe, die man für seinen Zwilling verspüren kann. Eine einsame Träne lief über seine Wange. Tom sah in den Himmel. Keine einzige Wolke war zu sehen. Ein strahlender Tag. Wieso kann der Herr daoben so glücklich sein, obwohl sich Bill gerade versucht hat umzubringen? Wie können andere lachen, obwohl es denen beiden zur Zeit nicht wirklich besonders gut geht? Tom verstand die Welt nicht mehr. Was war vor 6 monaten? Sie waren glücklich, beide. Tom mit Lena, ja und… Bill mit… Kristin. Tom schluchzte leise auf. Zu gerne erinnerte er sich an die Vergangenheit. Sie brachte so viel Glück mit sich. Tom war glücklich mit Lena zusammen, liebte sie wirklich. Hatte in Lena einen besonderen Menschen gefunden. Einen Besonders schönen Engel eben. Konnte er das wirklich auch in Bill finden? Hatte dies überhaupt eine Zukunft? Was würden die anderen sagen, wenn sie wüssten, dass Bill in Tom verliebt ist? Tom will es sich gar nicht ausmalen. Sie standen sowieso schon fast ohne Freunde da, außer Andi. Sie würden die beiden doch noch mehr verachten. Schlimm genug das sie Schwul waren, aber das reichte ja noch nicht. Nein sie würden sich für ihre Liebe sogar noch strafbar machen. Twincest. Tom kannte diesen Begriff nur zu gut. Er konnte sich noch genau daran erinnern. Es war vor ca. 3 Jahren. Er saß mit Bill in seinem Zimmer. Sie waren unzertrennlich und schauten jeden Tag taff an. Immer gemeinsam. Nie alleine. Und da war er dann. Ein bericht das um Twincest geht. 2 Schwule die ineinander verliebt waren. Nichts schlimmes? Sie waren Brüder. Tom und Bill lief ein Schauer über den Rücken. „Wie eklig kann man nur sein um so was zu machen?“ schaute Bill seinen Bruder angewiedert an. „Also ich würde nieeeee mals mit dir was anfangen!“ Ja, mein Lieber Bill, dass hast du damals gesagt. Natürlich war es sehr spaßig gemeint, und Tom hat es ihm auch nie übel genommen. Aber können sich Zeiten wirklich so ändern? Kann sich die Welt wirklich so weit drehen, dass er jetzt wirklich in Tom verliebt war? Oder machte er sich da nur was vor? Tom wusste es immer noch nicht. Zu gern würde er jetzt zu Bill hochgehen ihn in den Arm nehmen und ihm das gleiche sagen. Doch er konnte es nicht. Er konnte es einfach nicht. Er war nicht in Bill verliebt. Kein bisschen. Tom liebte ihn einfach nicht. Wie sollte er ihm je wieder in die Augen schauen können? Tom wünschte sich in diesem Moment nichts sehnlicheres als wenn Bill… ja als wenn er eben nicht mehr da wäre. Nein, er sollte nicht sterben auf keinen Fall. Aber er fand, dass es das Beste sei, wenn sie erst einmal eine Zeit für sich alleine hätten. Bill für sich und Tom eben für sich. Eine Auszeit, die das ganze Geschehen was sich abgespielt hat zumindest ein klein wenig zu vergessen. Sich davon sozusagen zu erholen. Tom stand auf. Erhob sich nach einigen Minuten, Sekunden oder sogar Stunden von seiner Parkbank. Er wusste nicht, wie lang er da jetzt saß, er wusste überhaupt gar nichts mehr. Tom schlenderte die Straßen entlang. Schloss für einige Sekunden oft seine Augen. Ließ sie kurz zu und öffnete sie schließlich wieder. Er wartete auf den nächsten Bus, der nach Loitsche fuhr, er wollte nur noch nach Hause, einfach nur noch weg von hier. Am liebsten für lange Zeit. Tom war immer noch tief in seinen Gedanken versunken, als er vor der Haustür stand. Es würde eh keiner da sein, Mama Kaulitz ist bestimmt im Krankenhaus bei Bill, zumindest eine die in dieser schweren Zeit jetzt zu ihm halten konnte. Sie wusste ja schließlich auch nichts davon. Tom konnte jetzt nicht hier in Loitsche bleiben, nicht bei Bill Nicht jetzt. Er packte einige Sachen von sich in eine kleine Reisetasche. Ein letztes Mal trat er in Bills Zimmer, setze sich an seinen Schreibtisch und schrieb:

Hey Bill,
Es tut mir leid, dass das alles so weit kommen musste, ich weiß ich hab einige Fehler gemacht. Ich weiß das es wahrscheinlich keine Entschuldigung geben wird. Ich habe endlich geschnallt, warum du das alles gemacht hast.. weil du mich liebst? Bill, es tut mir leid, aber ich kann zurzeit damit nicht umgehen. Will es vll sogar nicht wahr haben. Ich weiß das es hart für dich ist. Glaub mir ich habe lange darüber nachgedacht und der Entschluss ist mir auch nicht leicht gefallen. Aber es ist besser, wenn wir uns beide für einige wenn nicht sogar für lange Zeit nicht mehr sehen. Ich werde zu Papa fahren. Auch wenn es Hart ist, aber es ist die beste Lösung so haben wir beide Zeit für uns alleine. Zeit das Geschehene alleine zu verarbeiten. Bitte versteh mich. Sag Mum bitte, dass es mir gut geht und das sie sich keine Sorgen machen muss.
Pass auf dich auf. Ich werde in dieser Zeit nicht auf dich aufpassen können, also mach bitte keine Scheiße, ich weiß das du Stark bist, Stark genug um das geschehene zu verarbeiten. Lass mir meine Zeit, die ich brauche diese 3 Wörter zu verarbeiten.
Ich meld mich bei dir!

Dein ZWILLING Tom